Und heuer tu ich es

 

 

 

Und heuer tu ich es

 

den Sommer packe ich bei seinen Halmen

 

bei seinem Summen und bei seinen Sonnenstrahlen

 

kremple die Hose auf zieh meine Schuhe aus

 

und lass mir Beerenblau auf meine Finger malen

 

 

 

Den Heuduft fang ich ein wie einen Schmetterling

 

die Grillen dirigiere ich beim Zirpen

 

ich möchte Schlamm unter den Füßen fühlen

 

und hoch auf einem Gipfel stehen

 

wo Winde klare Sicht verschaffen und Gedanken kühlen

 

 

 

Halt in der Mittagshitze still mit der Natur den Atem an

 

um dann zum sonnenschweren Abend hin

 

vor meinem Hause satt vom Tag ruhig an die Tür gelehnt

 

die Kühle eines Sees noch im Gemüt zu sehen

 

wie sich die Farbenpracht des Sommers in den Abend dehnt

 

 

 

(B.N., Juni 2011)